Die einen haben ihn, die anderen nicht: einen grünen Daumen. Bei der Pflege der Pflanzen kommt es scheinbar auf mehr an als nur das regelmäßige Gießen und einen guten und geeigneten Standort der Pflanze. Manche Pflanzenliebhaber schwören sogar auf die Fürsorge und die Unterhaltung mit ihren Pflanzen und behaupten, dass sich dies alles positiv auf deren Wachstum und deren Blütenpracht auswirken würde. Doch was ist dran am Thema Pflanzenpsychologie?
Was ist Pflanzenbiologie?
Die Wissenschaft der Pflanzenpsychologie analysiert die Vorgänge bei Pflanzen, die analog zu den psychischen Prozessen des Menschen gesehen werden können. Das heißt, dass sich demnach also eine Pflanze in einem Raum oder an einem Platz genauso wohl fühlen oder nicht wohl fühlen kann wie der Mensch und dass sich dies auch zugleich auf das Wachstum und den Zustand der Pflanze auswirken kann. Doch ist daran was dran? Diese Spekulationen sind jedenfalls immer unabhängig von einer weiteren Fragestellung, nämlich ob Pflanzen wie wir Menschen eine Seele haben oder nicht. Diese Überlegungen sind sehr philosophisch und wage, der Philosoph Max Scheler zum Beispiel hat den Pflanzen aber vor rund 150 Jahren schon einen Gefühlsdrang zugesprochen und diese These für Pflanzen aufgestellt. Demnach wäre für uns Menschen natürlich interessant, in welcher Weise Pflanzen zum Beispiel die geschlechtliche Begattung ihrer Blüten empfinden mögen und ob sie dies überhaupt tun. Antworten auf diese Fragen bleiben nach wie vor lediglich spekulativ. Teil der pflanzenpsychologischen Forschung ist es aber auch, das paranormale Einwirken des Menschen auf die Pflanzen zu untersuchen.
Was Pflanzen zum Leben brauchen
Und damit wären wir bei unserer Pflege für die Pflanzen. Viele von uns besorgen sich wohl ständig neue Pflanzen im Pflanzenversand oder auf dem Markt, um sowohl die Innenräume schön grün und freundlich zu gestalten, als auch, um den Garten oder Balkon entsprechend zu bepflanzen. Dabei geht es natürlich vor allem um die richtige Pflege und wenn Pflanzen nicht von einer nährstoffreichen Erde umgeben sind und nicht regelmäßig Wasser bekommen, werden sie trotz allen Überlebenswillens und der Lebensstärke früher oder später eingehen. Da hilft selbst die am besten erforschte Pflanzenpsychologie nicht weiter. Manche aber schwören darauf, regelmäßig mit ihren Pflanzen zu sprechen, da Unterhaltung auch uns Menschen gut tut, und sie ab und an bewusst wahrzunehmen und die Blätter zu streicheln. Mit diesen menschenähnlichen Maßnahmen versuchen Pflanzenliebhaber also ihren Pflanzen etwas Gutes zu tun und ihnen zu einem besseren Wachstum zu verhelfen. Pflanzenpsychologen versuchen demnach also zu erforschen, ob wirklich auch alles gut für die Pflanzen ist, was wir Menschen so sehr schätzen und lieben, und ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen beiden Lebensformen besteht. Das einzige, was zweifelsohne fest steht, ist, dass unser Leben umso bunter und reicher wird, je mehr Pflanzen wir uns vom Markt oder dem Pflanzenversand in die eigenen vier Wände holen! Denn Pflanzen heben in jedem Falle unsere Stimmung, lassen uns wohlfühlen und versorgen uns mit Sauerstoff!